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Unabhängigkeit Sardiniens?!

Dieses Thema im Forum 'Gesellschaft & Politik' wurde von Hollyholsch gestartet, 8 Oktober 2017.

  1. Hollyholsch

    Hollyholsch Neues Mitglied

    Hallo liebe Sardinienfreunde,

    Soeben habe ich einen Artikel in der Welt gelesen, dass Sardinien bzw. die Sarden eine Unabhängigkeit von Italien und damit auch der EU anstreben.
    Das Thema ist zwar nicht unbekannt, aber ich dachte es ist etwas in Vergessenheit geraten.
    Scheinbar doch nicht wirklich.

    Wie ist der Wissensstand auf der Insel und den Deutschen die auf der Insel leben?

    Da ich mit dem Gedanken spiele, eine Immobilie zu erwerben, ist dieses Thema natürlich nicht unerheblich für mich.

    Was denkt Ihr so...
     
  2. Frank

    Frank Sehr aktives Mitglied

    ..trinkt weiter Kaffee :), kauf dir ruhig ne Immobilie in Sardinien , eine Unabhängigkeit von Italien oder Europa werden wir (die aktuellen Sardinienforumschreiber !) bestimmt nicht mehr erleben......:D
     
    ogliastra, Bruce, LA -Lorenz und 5 anderen gefällt dies.
  3. Sabina

    Sabina Sehr aktives Mitglied

    Kein Vergleich auf jeden Fall mit anderen Gebieten/Regionen/Inseln in Europa.. die tatsächlich die Unabhängigkeit anstreben und schon teilweise umgesetzt haben... generell sind dies auch die eher wohlhabenden Regionen, oder wie jetzt Schottland nach dem Referendum in eine Sonderposition geraten ist..

    Da wird wohl eher Bayern doch noch unabhängig... Sardinien ganz sicher nicht! ;)whistling
     
    Su Gustu und Bea2 gefällt dies.
  4. corona niedda

    corona niedda Sehr aktives Mitglied

    wurde ja auch schon eine Eingemeindung Sardiniens in die Schweiz angedacht... manche Sarden würden das durchaus begrüssen...

    hatte neulich ein Gespräch in Bosa mit einer Kellnerin, die war bitterbös auf die Gemeindeverwaltung Bosas, die sich hätte früher um die Behandlung der Palmen kümmern müssen, bevor sie abgefressen worden wären.... sie brachte als Fazit: das wär in Deutschland oder der Schweiz nicht passiert...

    Unabhängigkeit Sardiniens seh ich nirgends realisierbar, weder von Rom noch vom Euro.... da würd ohne Zuschüsse der EU einiges nicht mehr laufen was jetzt noch läuft, weils halt am Tropf hängt.... Sardinien wirtschaftlich gesehen ist eine ziemliche Nullnummer würd ich meinen, auch wenn Pecorino nach USA exportiert wird... und die drei Monate Tourismus hin oder her. Oder seh ich da was falsch?
     
  5. Su Corvu

    Su Corvu Sehr aktives Mitglied

    Dieses Beispiel hat mit einer Unabhängigkeit Sardiniens nun wirklich nichts zu tun. Wenn der Palmrüssler die Palmen erst einmal befallen hat, ist nichts mehr zu machen. Eine Behandlung gibt es nicht.
     
  6. corona niedda

    corona niedda Sehr aktives Mitglied

    hascht du Recht...

    das mit dem Thema verfehlt. Ein Glück dass ich die Schule schon ne Weile hinter mir hab :D
    aber gut, ein Bezug zum Thema lässt sich schon finden.... bei ner Unabhängigkeit Sardiniens müsste manches besser laufen, sonst würde die Insel eh sofort abschmieren im ökonomischen Sinne. Nicht erst händeln und zaudern und klagen, sondern machen wär da eher gefragt....

    und somit haben wir den Anschluss zum Thema gefunden und nix ist verfehlt.... :cool:

    Aber warum werden dann befallene Palmen dennoch behandelt, wenns keine Behandlung gibt? Die Behandlung muss halt rechtzeitig geschehen, dann gibts wohl ne Chance...
     
  7. luna sarda

    luna sarda Sehr aktives Mitglied

    Das mit der Unabhängigkeit Sardiniens kommt immer mal wieder hoch - auch vor Wahlen - und seitens der Sardenpartei. Aber da wird wohl nix draus werden.
     
  8. tobi01

    tobi01 Sehr aktives Mitglied

    Das kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Seit über 2200 Jahren ist die Insel mit Unterbrechungen "italienisch". Ausserdem würde raus aus Italien auch erst einmal raus aus der EU bedeuten. Und das will wohl kaum einer der Sarden. Jedenfalls nicht diejenigen die vom Tourismus leben und sich an der von der EU bezahlten Infrastruktur erfreuen. Das dürften nicht wenige sein. Rein gefühlsmässig ticken die Sarden aber ein wenig anders als der Durschnittsitaliener (den es aber vermutlich genau so wenig gibt wie den Durchschnittsmichel - was haben z.B. Bayern, Sachsen und Hamburger wirklich gemeinsam?). Mir sind schon mehrfach Sätze aufgefallen wie "Meine Frau fliegt morgen nach Italien". Auchtung! Nicht nach Rom oder Mailand - nach Italien. ;) Aber deshalb werden wohl die wenigsten gleich den Nationalstaat verlassen wollen. Die Insel ist genauso italienisch wie jeder andere Teil des Landes. Selbst in Südtirol, wo man die Menschen wirklich zwangsitalienisiert hat und man in weiten Teilen des Landes Deutsch spricht ist eine Unabhängigkeitsbestrebung aktuell ehr mau. Und das ist auch gut so. Was benötigt man in einem einheitlichen Europa in dem die Grenzen aufgehoben sind und selbst die kulturellen Unterschiede immer mehr verschwinden noch die komplette Eigenstaatlichkeit von einzelnen Regionen. Letzendlich ist das Thema zZ. nur dehalb so aktuell weil Puigdemont in Katalonien diesen unglaublichen Unsinn angezettelt hat. Für die Probleme Kataloniens hätte es wahrlich andere Lösungen gegeben. Aber OK ich schweife ab.
     
    Su Gustu und Sbodeschuh gefällt dies.
  9. qwpoeriu

    qwpoeriu Sehr aktives Mitglied

    Wäre es so, würde ich zustimmen. Ist es aber eben nicht. Was nach wie vor als erstes gilt, ist die Nation. Schaut man sich das Abstimmungsverhalten im Europaparlament an, "koalieren" deutsche Linke munter mit deutschen Abgeordneten der Europäischen Volkspartei. Grenzen werden nach Gutdünken geschlossen, Zugverbindungen gestrichen. Rechte Parteien, die diesen Trend forcieren, sind (fast) überall munter auf dem Vormarsch, zuletzt sind Tschechien und Österreich deutlich in diese Richtung gerutscht. Und so sehr man Macron für sein Europabekenntnis gefeiert hat, spätestens wenn es um eine stärkere gemeinsame Finanzpolitik geht, werfen auch die (wirtschafts-)liberalen Parteien ihr Europabekenntnis über Bord. Von deutscher Hegemonie und der Griechenland-Wahl (Ich erinnere an Schäubles "Herr Varoufakis, es kann schon sein, dass sie wirtschaftstheoretisch recht haben, aber Sie werden das politisch niemals gegen uns durchsetzen") will ich erst gar nicht richtig anfangen. Warum muss man also eine heilige Kuh aus diesem Europa machen? Warum nicht nach Alternativen suchen?

    Ich finde den "Europa der Regionen"-Gedanken jedenfalls ziemlich attraktiv. Weil mich als Münchner mit einem Tiroler oder Salzburger deutlich mehr verbindet als mit einem Hamburger oder Düsseldorfer. Weil Südtirol eben eine nicht zu leugnende Geschichte hat. Weil das Saarland einen starken französischen Einfluss hat, die Gegend um Trier stark mit Luxemburg und Lothringen verbunden ist. Wenn Puigdemont einfach etwas "angezettelt" hätte, wäre er viel früher Geschichte gewesen. Aber auch im spanischen Nationalstaat knarzt es eben an verschiedenen Ecken, Baskenland, Katalonien, Balearen. Das Gesetz ist nicht auf seiner Seite, aber de facto hatte er eine Mehrheit der Abgeordneten auf seiner Seite. Die meines Wissens nach in einer allen Kriterien entsprechenden Wahl von den Katalanen ausgesucht wurden und die nie einen Hehl aus ihren Bestrebungen gemacht haben. Genauso, wie jeder, der in Spanien mal ein Fußballspiel oder eine Demonstration besucht hat, weiß, wessen Geistes Kind die Guardia Civil (und der Partido Popular) nach wie vor sind.

    So sehr mir am europäischen Gedanken an sich gelegen ist, halte ich die bisherige Entwicklung nicht für den einzig gangbaren Weg. Im Gegenteil, die Fehlentwicklungen der EU sind nicht nur unübersehbar (und ich meine nicht die "Glühbirne/Salatgurke"-Scheißhausparolen), sondern machen eine Suche nach alternativen Wegen richtig und wichtig, gerade, um dem allgemeinen Rechtsruck entgegenzuwirken. In der Zeit ist zu diesem Thema vor ein paar Wochen ein sehr interessanter Artikel erschienen (http://www.zeit.de/politik/ausland/...en-eu-zukunft-unabhaengigkeit/komplettansicht) ... dem ich nicht in jedem Detail zustimme, aber der eine Debatte aufnimmt, die schon lange hätte geführt werden müssen. Mit den aktuellen Mehrheiten sind die "Vereinigten Staaten von Europa" jedenfalls mindestens genauso unrealistisch wie der Vorschlag des "Europa der Regionen". Und das "Europa der Nationen", in Straches Träumen am besten wieder als bloße Wirtschaftsgemeinschaft und Bollwerk gegen Afrikaner, ist für mich nichts, für das es sich zu kämpfen lohnte.

    Und zu Italien/Sardinien: Natürlich wird Sardinien nicht unabhängig von Italien. Aber lass mal den Grillo nächstes Jahr die Wahl gewinnen. Und dann schauen wir mal, was der Irre bezüglich der EU so anzettelt.
     
    Su Gustu, luna sarda und Karl gefällt dies.
  10. tobi01

    tobi01 Sehr aktives Mitglied

    @qwpoeriu
    Phu - das ist mir zu viel zum zitieren. Ich versuche es mal als eigenständigen Text runter zu bringen. ;)

    Vorweg - Europa ist keine Einbahnstrasse und der Weg in die Zukunft ist weder vorgezeichnet noch zementiert. Vieles ist möglich...

    Ich denke keineswegs das auf dem europäischen Weg in den letzten 20 Jahren alles glatt gelaufen ist. Ganz im Gegenteil!
    Die Rechten aller Orten haben vor allem deshalb (im Zusammenhang mit der Europapolitik) Zulauf weil man keine Grundlinie mehr sieht und vor allem weil die Politik gefühlt an den Menschen vorbei geht. Und das Gefühl täuscht nicht. Europa wird wohl nur überleben wenn zum einen in Brüssel deutlich mehr Demokratie einzieht was zwangsläufig eine Kompetenzabgabe der Nationalstaaten an Brüssel nach sich zieht. Zum anderen muss man wieder deutlich mehr europäische Politik für die Menschen machen und nicht für Institutionen oder zum Selbstzweck. Niemand benötigt leistungskastrierte Staubsauger oder Kaffeemaschinen die nach 15 Minuten den Strom ausschalten weil jemand in Brüssel meint das dann der Kaffee eh nicht mehr schmeckt. Man normt selbst Gemüse aber scheitert an einfachsten Dingen wie dem Abschaffen des Roamings. Hier wird erst vollmundig versprochen und dann erst mal wieder zurück gerudert. Die Briefpost hat ihr "Roaming" bereits vor über 150 Jahren abgeschafft und bis heute kommen die meisten Briefe an - weltweit. Von solchen Herausforderungen wie einer einheitlichen Europamaut, einheitlichen Verkehrsregeln oder gar einer einheitlichen Besteuerung der Arbeitnehmer kann man nur träumen.

    Griechenland ist eine ganz eigene Nummer. Die Fehler den man seiner Zeit gemacht hat um Griechenland aus rein politischen Gründen in die Währungsunion zu zerren sind nicht wieder auszumerzen. Wer sich jemals ein wenig mit der Geschichte dieses Landes beschäftigt hat weiss das deren einzige Exportschlager der letzten 2500 Jahre handbemalte Tongefässe und ihre eigene Kultur gewesen sind. Zudem zeigt ein Blick auf die Landkarte das dort weder Industrie noch intensive Landwirtschaft möglich ist. Das Land besteht zu weiten Teilen aus Steinen und Wasser. Das ändert nichts an der Schönheit des Landes und an der Liebenswürdigkeit der Menschen dort aber das dies auf Dauer nicht funktionieren wird war klar. Der damalige Fiananzminister Eichel hat sogar einmal öffentlich zugegeben das er intern vor dem (Euro)Beitritt GR eindringlich gewarnt hat weil schon damals klar war das die gelieferten Zahlen niemals stimmen konnten. Griechenland wird so lange in seinem Hartz4 Status verharren bis sie entweder aus dem Euro austreten oder ihnen die Schulden wenigstens so weit erlassen werden das sie wieder ihre Zinsen bedienen können. Dann geht der Spass von vorne los. Ob das Auftreten Schäubles wirklich hilfreich war wage ich zu bezweifeln. Da gebe ich dir Recht. Allerdings haben die sich beide wenig geschenkt. Und das Kasperletheater in der Öffentlichkeit wohl ehr für ihre eigene Wählerklientel zu Hause veranstaltet.

    Macron möchte nicht nur ein einheitlichers Europa sondern vor allem auch ganz gerne europäisches (vornehmlich deutsches) Geld. Es ist abzusehen das er, wie alle anderen vor ihm auch, mit seinen Reformen wohl mehr oder weniger an dem Widerstandswillen des französchischen Volkes scheitern wird. Nichtsdestotrotz sind einige seiner Vorstösse sicher atraktiv.

    Ein Europa der Regionen ist sicherlich eine schöne Idee aber eben nicht die gelebte Realität. Mit Ausnahme Kataloniens hat grade der Wegfall der Grenzen in den von dir genannten Regionen, die vorher Unabhängigkeit gesucht haben, viel Ruhe gebracht. Denn dort wo es keine Grenzen mehr gibt benötigt man auch keinen neuen Nationalstaat oder die Unabhängigkeit. Das ist der einzige Grund warum es im Baskenland und Nordirland halbwegs ruhig ist. Wenn England die EU verlässt wird es mit absoluter Sicherheit wieder krachen. Wenn dann Schottland noch die Abspaltung versucht gibt es den nächsten Brennpunkt. Die Schotten gehören seit Jahrhunderten zu England. Die können abstimmen was sie wollen - man wird sie niemals gehen lassen! Notfalls lässt man die Armee aufmarschieren wie seiner Zeit in Irland.

    Das Katalanische Parlament hat über etwas abstimmen lassen zu dem sie gar nicht das Recht hatten. Diesen Passuns in ihrer Verfassung haben sie übrigens von uns "geklaut". Wir haben sowas auch. Ich bin mir sicher das man Katalonies Probleme anders und besser hätte angehen können als mit diesem unsäglichem Unabhängigkeitsreferendum.

    Mit Staches Europavisionen habe ich mich nicht beschäftigt. Die bittere Wahrheit ist aber das die afrikanische Massenimigration der letzten Jahre die direkte Folge des "arabischen Frühlings" ist den man in Europa, vor allem in Deutschland, so beklatscht hat. Letzendlich hat man über Jahrzenhte die ganzen Despoten, Irren und Militärpotentaten Nordafrikas grosszügig mit Wirtschafts- und Entwicklungshilfe alimentiert. Diese haben dann im Gegenzug den Europäern die Armuts- und Kriegsflüchtlinge vom Hals gehalten. Die Despoten sind weg und die Menschen kommen. Und das werden sie genau so lange tun bis man sie wieder dort aufhält. Dann hat man aber wieder die Irren und Despoten dort die man auch nicht haben will. Die Verhältnisse in Afrika so nachhaltig zu verändern das es keinen Sinn mehr macht von dort nach Europa zu ziehen halte ich für ein Hirngespinst. Der permanente Zustrom wird ohne weiteres einige Zeit zu verkraften sein. Vielleicht 10-15 Jahre aber irgendwann ist eine tippingpoint erreicht an dem sich die Gesellschaft aus ihrem inneren heraus so stark verändert das sie an dieser Veränderung zerbricht. Die Völkerwanderung ist ein tolles Beispiel dafür.

    Ich bin absolut deiner Meinung das Europa sicherlich nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft sein sollte. Europa muss mehr sein. Es muss den Menschen etwas vermitteln. Eine bestimmte Idee. Einen gemeinsamen Gedanken. Ohne das ist Europa nichts!

    PS:
    Auch wenn ich mit extrem vielen Dingen die in Europa passiert sind und passieren nicht einverstanden bin so bin ich doch ein glühender Verehrer der Europäischen Idee und fühle mich heute weit mehr als Europäer denn als Deutscher. Als begeisterter Südeuropareisender hatte ich vor einigen Jahren in Italien mal ein Schlüsselerlebnis. Den nähren Zusammenhang hier aufzudröseln würde zu weit führen aber ich hatte damals das erste Mal nicht das Gefühl ein Ausländer dort zu sein. Klar war ich ein Fremder dort, kein Italiener, sogar der Sprache nicht mächtig und trotz allem fühlte ich mich nicht als Ausländer. DIeses Gefühl hat mich seit dem auch in Spanien oder Frankreich nur selten wieder verlassen. Und genau das ist in Wirklichkeit das worum es geht. Diese europäische Idee. Das gemeinsame, das eigentliche Ziel.

    :)
     
    Zuletzt geändert: 31 Oktober 2017
  11. Maik Decker

    Maik Decker Sehr aktives Mitglied

    Aufgrund der gemeinsamen Geschichte sollten sich vielleicht die Katalanen und Sarden zusammentun... :D

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    Aber mal ernsthaft:

    Eines der größten Probleme der EU ist leider die Tatsache, daß sie vorwiegend Wirtschaftsinteressen bedient. Ja, Reisefreiheit ohne Paßzwang und gemeinsame Währung haben durchaus auch ihre Vorteile für "den kleinen Bürger". Aber insgesamt werden vorwiegend die Interessen derjenigen bedient, die sich über entsprechende Mittelsmänner Gehör bei den "Entscheidern" verschaffen. Nur wer eine finanzstarke Lobby hat kann sich auch eine Vertretung seiner Interessen erhoffen.

    Insofern bin ich persönlich für jede Änderung, welche die Politik mehr auf regionale Ebenen bringt und die Regionen fördert. Regionen, nicht Staaten... Ich definiere mich - trotz inzwischen eines Jahrzehntes in Franken - noch immer 1. als Braunschweiger und 1. als Norddeutscher und erst an dritter Stelle als Weltbürger.
    Allerdings unter einer gemeinsamen Europaregierung, welche die jeweiligen Rahmengesetze schafft. Welche dann für alle - auch die derzeit rebellierenden ehemaligen Ostblockstaaten - bindend sind.

    Sowas wird aber zu meinen Lebzeiten nicht kommen... Ich erwarte eher eine strukturelle Änderung der EU aufgrund der zunehmenden Nationalstaatlichkeitsbestrebungen allerorten.

    Allerdings sehe ich durchaus durch den Brexit die Basis für eine Trennung Schottlands und Nordirlands von Großbritannien. Die Schotten "gehörten" zwar schon seit Jahrhunderten zu Großbritannien, aber sehr begeistert waren sie davon zumeist nicht... oder zumindest doch viele nicht. Und der Grund für die Spaltung von Irland in Republik und Nord - der Religionskonflikt zwischen Evangelen und Katholen - brennt wohl auch nicht mehr dermaßen, daß ein Zusammenschluß dadurch unmöglich gemacht werden würde.
     
    Karl gefällt dies.
  12. Vanderbilt

    Vanderbilt Neues Mitglied

    Machbar, sofern man auf materiellen Luxus zu verzichten geneigt ist. Der wahre Sarde ist das wohl. Tatsächlich könnten die Sarden auch heute noch ohne Weiteres mit ihren Tieren und einfachen Hütten leben. Vergesse ich da etwas? Auf Touristen verzichtet jeder jederzeit gerne, sofern er kein Geld braucht.
     
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